2010 – 2011
Fertigstellung der Krankenstation
Im Juni 2010 weilte Schwester Lotte Scholtus, SSMN, die seit Jahren in Kamerun tätig ist, für kurze Zeit in Luxemburg. Während einer Unterredung mit den Verantwortlichen unserer NRO ging die Schwester, die seit Jahren in engem Kontakt mit dem Verband der Luxemburger Landjugend – Jungbauern und Jungwinzer steht, auf ein Problem ein, das sich für die kleine Gemeinschaft der Schwestern der Universitätsstadt Soa in Kamerun stellt.
Im Februar 2010, konnte die verantwortliche Krankenpflegerin Sr. Marie Pierrette Akoa eine Poliklinik mit Hilfe einer italienischen NRO in Soa errichten lassen. Sie kam somit einer Nachfrage der lokalen Bevölkerung nach, die seit Jahren auf eine angemessene Krankenbehandlung in Soa gewartet hatte. Die neu errichtete Krankenstation sollte somit auch den mehreren tausend Studenten der Universität Yaoundé II in Soa die medizinische Versorgung erleichtern, denn diese mussten im Krankheitsfall bis in die 17 km entfernte Hauptstadt Yaoundé fahren, um sich dort in den überfüllten Spitälern behandeln zu lassen.
Die von der italienischen NRO zur Verfügung gestellten Mittel reichten jedoch nicht, um das inzwischen fertig gestellte Gebäude mit Elektrizität und Wasser zu versorgen, sowie die Sicherheit der Poliklinik zu gewährleisten. Die nötige Stützmauer, die Bestandteil der Umzäunung des Gebäudes ist, war nicht bei der Ausarbeitung des Konzeptes miteinbezogen worden. Schwester Lotte Scholtus wies bei der Vorstellung des Projektes im Juni 2010 auch darauf hin, dass die Ausstattung der Poliklinik mit den angemessenen medizinischen Instrumenten und der Erwerb der nötigen Medikamente weitere Hürden für die Verantwortliche des Krankengebäudes darstellen.
Hinsichtlich der oben aufgeführten Schwierigkeiten, die die Eröffnung der unentbehrlichen Krankenstation in weite Ferne rücken würde, entschied sich der Verwaltungsrat unserer NRO, den Schwestern die nötigen 7.439,05 € zukommen zu lassen, um das Maßnahmenpaket zur Fertigstellung der Poliklinik zu finanzieren. Es beinhaltet:
- Den Bau des Wasserturms;
- Den Erwerb und die Montage des Wasserreservoirs und der Wasserpumpe;
- Das Verlegen und den Anschluss der Wasser- und Elektroleitungen;
- Den Bau der Stützmauer;
- Den Erwerb der medizinischen Einrichtung und der Medikamente.
Mitte März 2011, teilte Schwester Marie Pierrette Akoa unserer NRO mit, dass nunmehr die Wasserzufuhr und die elektrische Versorgung des Gebäudes gewährleistet seien. Auch seien die notwendigen administrativen Anträge bei den verantwortlichen staatlichen Instanzen eingereicht worden, die das Betreiben der Krankenstation ermöglichen. Die benötigten Medikamente könnten aus verständlichen Gründen jedoch erst erworben werden, wenn die offizielle Ermächtigung vorliege.
Im Namen all jener, denen die medizinische Versorgung in Soa gilt, bedanken sich die Schwestern der kleinen Gemeinschaft aus Soa recht herzlich für die gewährte Unterstützung.





