Ehrenamt

Dem Ehrenamt alle Ehre

Die Europäische Kommission hat das Jahr 2011 zum Europäischen Jahr des Ehrenamtes und des Freiwilligendienstes ausgerufen. Sie möchte damit u.a. eine stärkere Valorisierung des ehrenamtlichen Engagements in der Öffentlichkeit und eine größere Sensibilisierung für außerberufliche Betätigungen in der Gesellschaft erreichen. Zu den vielen Einsatzfeldern von Ehrenamtlichen zählt auch die Entwicklungszusammenarbeit. Die zahlreichen NROs (Nicht-Regierungsorganisationen, frz: ONG), die im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind, kommen ohne den Einsatz von Freiwilligen nicht aus, selbst dann nicht, wenn sie über fest angestelltes Personal verfügen. Die meisten kleineren NROs werden ausschließlich von Ehrenamtlichen getragen.

Die Arbeit unserer NRO ruht ebenfalls zum überwiegenden Teil auf den Schultern von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben das Glück auf die Kompetenz unseres “Permanent” Franz Glodt zurückgreifen zu können, der sich allerdings auch um die Belange der Landjugend und der Jungbauern- und Jungwinzer zu kümmern hat. Wichtige Verwaltungsaufgaben, insbesondere im Zusammenhang mit den Spenden, werden dankeswerterweise von der Sekretärin der LJ und der JB&JW, Frau Marie-Rose Kickert, übernommen. Sowohl Herr Glodt als auch Frau Kickert engagieren sich über den Zeitrahmen ihres Arbeitsvertrages ehrenamtlich für unsere Entwicklungsprojekte.

Die Posten im Verwaltungsrat werden von Ehrenamtlichen bekleidet. Ehrenamtliche belegen Fortbildungskurse und begleiten die Entwicklungsprojekte, Ehrenamtliche stehen in ständigem Schrift- und Telefonkontakt mit den Partnern vor Ort und reisen nach Afrika, um sich ein Bild von der Umsetzung der Projekte zu machen. Freiwillige bauen Informations- und Verkaufsstände auf, sensibilisieren junge Menschen in Schulen, nehmen Spenden entgegen und vertreten die NRO in Gremien und Tagungen.  Viele unserer Spenden stammen aus dem Erlös von Veranstaltungen, die gemeinnützig von Freiwilligen durchgeführt wurden.

Unsere Partnerorganisationen in Afrika arbeiten mit festangestelltem Personal. Aber auch sie kommen ohne den ehrenamtlichen Einsatz von Kräften vor Ort nicht aus. Die „Comités villageois“, die bevorzugten Adressaten der Partner-NRO, arbeiten in den Dörfern ausschließlich auf unentgeltlicher Basis. Sie organisieren sich selbst und selbständig ohne Bezahlung.

Das Ehrenamt ist somit von unschätzbarem Wert für die Entwicklungszusammenarbeit. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, allen  Ehrenamtlichen im Verwaltungsrat, in den regionalen Gruppen und den Arbeitsgruppen der Lëtzebuerger Jongbaueren a Jongwënzer und der Landjugend   für ihren treuen und beherzten Einsatz für die Menschen in Afrika meine Hochachtung und meinen Dank auszusprechen. Möge das hoffnungsvolle Lachen auf den Gesichtern von vielen afrikanischen Bäuerinnen und Bauern, die durch unsere Arbeit eine neue Perspektive bekommen haben, auch als Dank „aus dem Süden“ an alle Helfer und Spender verstanden werden.

Abbé Leo WAGENER

Vorsitzender des Verwaltungsrates

 

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